Ratgeber

Anbieterwechsel bei der Telefonanlage: Warum das Softphone der eigentliche Knackpunkt ist

Ob Easybell, die Telekom, Sipgate, NFON, Starface oder Placetel: Viele SIP-Trunk- und Cloud-PBX-Anbieter liefern ihre Telefonie-Lösung zusammen mit einem eigenen, an ihre Plattform gebundenen Softphone aus. Das wirkt zunächst praktisch – wird aber zum Problem, sobald Sie den Anbieter wechseln möchten.

Das eigentliche Problem beim Anbieterwechsel

Nicht der SIP-Trunk oder die Cloud-PBX selbst sind beim Anbieterwechsel der größte Aufwand, sondern die Software auf den einzelnen Arbeitsplätzen: Ist das bisherige Softphone fest an den alten Anbieter gebunden, muss beim Wechsel auf jedem einzelnen Rechner im Unternehmen eine komplett neue Software installiert, eingerichtet und den Mitarbeitenden erklärt werden. Bei zehn, fünfzig oder hundert Arbeitsplätzen ist das ein spürbarer Zeit- und Schulungsaufwand – und oft der eigentliche Grund, warum Unternehmen trotz besserer Konditionen bei einem alten Anbieter bleiben.

Der Unterschied bei einem anbieterunabhängigen Softphone

Ein Softphone, das auf offenen SIP-Standards basiert und nicht an einen bestimmten Trunk- oder PBX-Anbieter gekoppelt ist, löst dieses Problem strukturell: Beim Wechsel des Telefonanlagen-Anbieters ändern sich lediglich die SIP-Zugangsdaten je Nutzer (Benutzername, Passwort, Server-Adresse). Die Software selbst, die Bedienoberfläche und die eingebundenen Kontaktquellen bleiben für die Mitarbeitenden exakt gleich – es muss nichts neu ausgerollt oder geschult werden.

Was das für Ihre Verhandlungsposition bedeutet

Ein anbieterunabhängiges Softphone hat einen weiteren, oft unterschätzten Effekt: Es macht einen künftigen Anbieterwechsel bei der Telefonanlage selbst wieder realistisch. Wenn der Wechsel nur noch die Zugangsdaten betrifft, statt einen kompletten Software-Rollout auszulösen, sind Sie bei Vertragsverhandlungen mit Ihrem SIP-Trunk- oder Cloud-PBX-Anbieter nicht mehr faktisch gebunden – Sie könnten jederzeit wechseln, auch wenn Sie es am Ende gar nicht tun.

Checkliste: Ist Ihr aktuelles Softphone anbietergebunden?

  • Wurde Ihnen das Softphone direkt von Ihrem SIP-Trunk- oder Cloud-PBX-Anbieter mitgeliefert oder empfohlen?
  • Funktioniert die Software ausschließlich mit den Servern dieses einen Anbieters?
  • Wäre bei einem Anbieterwechsel eine Neuinstallation auf allen Arbeitsplätzen nötig?

Wenn Sie mindestens eine Frage mit Ja beantworten, lohnt sich ein Blick auf ein unabhängiges Softphone – unabhängig davon, ob ein Wechsel aktuell überhaupt geplant ist.

Häufige Fragen

Best Softphone ist bewusst unabhängig von einem bestimmten SIP-Trunk- oder Cloud-PBX-Anbieter entwickelt. Beim Anbieterwechsel ändern sich nur die Zugangsdaten – nicht die Software.